„Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden“ Die Geschichte der Mädchen-Erziehungsanstalt der Geschwister Breymann Neu-Watzum in Wolfenbüttel, 1872-1960

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – Die Geschichte des Breymannschen Instituts
Buchcover: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – Die Geschichte des Breymannschen Instituts

Herausgeber: Christoph Helm im Auftrag des Kulturstadt Wolfenbüttel e.V., Roco-Druck GmbH 2012
Preis: 24,80 €, im Buchhandel und der Geschäftsstelle des Vereins Kulturstadt Wolfenbüttel e.V. erhältlich.

Die Wolfenbütteler Henriette-Breymann-Straße liegt genau dort, wo pädagogische Ideale und Ideen des 19. Jahrhunderts in die Tat umgesetzt wurden. Am Neuen Weg wurde im Jahr 1864 vor den Toren der alten Herzogstadt das Erziehungsinstitut Neu-Watzum gegründet. Neu-Watzum war schnell weit über die regionalen und nationalen Grenzen bekannt. Das war hauptsächlich dem Ruf Henriette Breymanns zu verdanken, die noch heute zu den bekanntesten Erzieherinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zählt, einer Wegbereiterin der Frauenbildung und Förderin der Pädagogik Pestalozzis und Fröbels. Nach dem 1. Weltkrieg verlor das private Institut an Bedeutung, da dort kein staatlich anerkannter Abschluss abgelegt werden konnte. Auch die politischen Veränderungen der 1920er und 1930er Jahre brachten Schwierigkeiten mit sich, Neu-Watzum musste 1941 endgültig geschlossen werden. Das Haus diente nach dem 2. Weltkrieg als Internat für eine Aufbauschule, in den 1950er Jahren wurden die alten Institutsgebäude abgerissen und neue Wohnhäuser an der „Henriette-Breymann-Straße“ errichtet.