Am Mittwoch, 29. April 2026 um 19 Uhr im Kulturhaus Prinzenpalais, Reichsstr. 1 in Wolfenbüttel.
Es war eine dystopische Szenerie, die am 26. April 1986 die Welt erschütterte, das Vertrauen in die Beherrschung als sicher geltender Technologien und an den menschlichen Erfindergeist zum Einsturz brachte und die Fragilität unserer eigenen Existenz grausam offenbarte. Durch die Katastrophe von Tschernobyl wurde ein Weltbild in Frage gestellt, das seit der Renaissance dem Menschen gleichsam gottähnliche Gestaltungsfähigkeit und unbegrenzte Kreativität und Kompetenz beigemessen hatte, die Schöpfung nach seinem Gutdünken gestalten, beherrschen und ausbeuten zu dürfen. An diesen wichtigen Einschnitt unserer Nachkriegsgeschichte, der bis heute zum Nachdenken über die Sinnhaftigkeit unseres Lebens und die Bestimmung des Menschen in unserer Welt Anlass gibt und vor blindem Vertrauen auf technische Zuverlässigkeit und auf Technikabhängigkeit warnt, soll in einer besonderen Veranstaltung erinnert werden, die am Mittwoch, den 29. April 2026, um 19.00 Uhr, im Prinzenpalais, Reichsstr. 1, 38300 Wolfenbüttel als „Lesung mit Musik“ stattfindet und zu der hiermit herzlich eingeladen wird.
Nach einer Begrüßung und einer Einführung in das Thema durch Prof. Dr. Christoph Helm, Vorsitzender des Wolfenbütteler Kulturstadtvereins, wird Paul Koch, Sozialdiakon i. R. und langjähriger Organisator der „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“, eine Lesung aus dem Buch „Tschernobyl-Erinnerungen 2.0 „vornehmen, die sich mit verschiedenen aus der Katastrophe resultierenden Problembereichen befasst. Hierbei geht es vor allem um die Frage, welche Schlussfolgerungen wir aus dieser bis heute andauernden Tragödie und aus dieser Warnung, die die Gesellschaft nicht vergessen darf, ziehen können und sollten.
Für die musikalische Einstimmung sorgen Jaroslav Racev und Maximus Schwagerius (beide Gitarre).
Für Ihre Teilnahme bitten wir um Anmeldung unter info@kulturstadt-wf.de.

Foto: Die Organisatoren der Veranstaltung „Erinnerung an den 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe“ ( von links ):
Paul Koch, Organisator der „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“,
Bodo Walther, Vorsitzender des Arbeitskreises Japan der Landeskirche Braunschweig,
Prof. Dr. Christoph Helm, Vorsitzender des Kulturstadtvereins Wolfenbüttel.
